Vortrag Prof. Dr. Nico Paech Karl Kübel Schule in Bensheim am 09.03.2019

Der gut vorbereitete und gut vorgetragene Vortrag in Bensheim dauerte eineinhalb Stunden mit einer halbstündigen anschließenden Diskussion.
Einen Überblick über den Vortrag kann man sich über den nachfolgenden YouTube Vortrag
Die Wachstumsparty ist vorbei! - Niko Paech - Vortrag vom 30.01.2020, Pausluskirche Dortmund verschaffen.

Es gibt viele weitere Vorträge mit Nico Paech auf YouTube zu gleichen Thema "Postwachstumsökonomie" einfach mal suchen und anschauen.

Rezension:

Mit der Postwachstumsökonomie [PWÖ] stellt Nico Paech ein Wirtschaftssystem vor, dass Antworten gibt auf die im "Buch die Grenzen des Wachstums" beschriebenen Probleme, Wachstum- und Rohstoff Ressourcen. Zur Verwirklichung dieser PWÖ müsste unser bisheriges Wirtschafts- und auch unser Gesellschaftssystem komplett verändert werden. Ich denke, dass mittlerweile ein großer Teil unserer Gesellschaft - wie man auch an der Teilnehmerzahl und dem Beifall erkennen konnte - bereit wäre, diesen Weg zu gehen. Aber, was ist mit den gierigen Gewinnern unseres aktuellen Wirtschaftssystems? Auch hier gibt Nico Paecht eine plausible Antwort mit der Verweigerung des Konsumverhaltens von uns Verbrauchern, die letztendlich die Industrie zum Umdenken zwingen soll, was meiner Erfahrung nach aktuell ein schöner Traum bleiben wird.

Warum ist das ein schöner Traum, siehe hierzu aus der Wikipedia:
Die Notwendigkeit, Fahrzeuge mit einem möglichst geringem Verbrauch zu produzieren und zu betreiben, ergibt sich aus den Zwängen zur Energieeinsparung. Neben dem nachhaltigen Umgang mit begrenzten Energievorräten zählt vor allem der wirtschaftliche Betrieb der Fahrzeuge. Großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit hat neben den Anschaffungskosten auch die stete Steigerung der Kraftstoffpreise und die politische, sprich steuerliche Förderung verbrauchsarmer Fahrzeuge vor dem Hintergrund der Zunahme der Zulassungszahlen von Kfz weltweit.

VW hat daraufhin 1999 einen 3 Liter Diesel Lupo entwickelt und gebaut, aber niemand hat in gekauft und die Produktion wurde 2001 eingestellt.

Persönlich war ich an der Gewichtseinsparung der sogenannten B-Säule von PKW's eingebunden. Da wurden Wahnsinns Summen für die Einsparung von ein paar Gramm Stahl ausgegeben und was war das Ergebnis:
Die ÖKO, BIO und was was weiß ich noch für Umweltbewusste Eltern fahren ihren Nachwuchs 500 Meter mit dem Geländewagen zum Kindergarten oder der Schule. Verrückt, oder wie Volker Pispers das mal ausgedrückt hat:

  • Kaufen wir Dinge die wir nicht brauchen
  • mit Geld das wir nicht haben
  • um Nachbarn zu beeindrucken, die wir nicht leiden können

Mathematik und Physik ist die eine Seite unseres Lebens und Werbung ist die andere Seite. Aktuell ist die Werbung leider in der Lage der Mehrzahl der der deutschen Schafe einzureden, je mehr Schwarwälder Kirschkuchen ihr esst um so gesünder und erfolgreicher lebt ihr oder anderst ausgedrückt: Die Werbung ist in der Lage die Tatsachen komplett auf den Kopf zu stellen.

CO2, der Baustein des Lebens wird seit Kyoto speziell von der politischen Werbung massiv verteufelt und ich habe mit den Thesen bezüglich des Klimawandels die daraus abgeleitet werden und dem Geld das uns Steuerzahlern mit dieser Aussage abgepresst wird, ein Problem. Das ist aber hier nicht das Thema. Die Aussage je mehr CO2 in der Atmosphäre ist, um so grüner ist unsere Umwelt ist keine These.

Für mich persönlich waren alle Aussagen, bis eben auf die CO2 Bezüge in diesem Vortrag sinnvoll und es ist schön und leider die Ausnahme,  dass eine deutscher Prof. mit meinem Steuergeld versucht Lösungen zu Problemen zu finden und dafür möchte ich mich auf diesem Wege ganz herzlich bedanken.